"Zwei Dinge sollen Kinder von Ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel!" J.W.v. Goethe

Etwas Neues beginnt 
 

Die Aufnahme des Kindes in die Kinderkrippe stellt für Eltern und Kind eine große Herausforderung dar. Einerseits muss das Kind für eine längere Zeit die gewohnte und vertraute Umgebung des Elternhauses verlassen und sich auf ein neues Umfeld einlassen. Andererseits stellt diese Trennungssituation auch für die Eltern eine oft nicht zu unterschätzendes Schwierigkeit dar.
Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, den Eltern und Kindern hierbei hilfreich zur Seite zu stehen. Die Eingewöhnungsphase gestalten wir nach dem Berliner Modell, welches 4 Phasen vorsieht und somit Eltern und Kind ermöglicht, sich schrittweise, behutsam begleitet in die neue Situation einzufinden.
Um diese Aufgabe zu bewältigen, ist als Grundvoraussetzung eine Atmosphäre von Vertrauen, Sicherheit und Akzeptanz sowie eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern notwendig. Diese Basis ist grundlegend für das zügige Einleben in den Alltag der Kinderkrippe. Vielfältige Beschäftigungsangebote, wie gemeinsames Singen, kreatives Spielen, kleine Ausflüge und andere Aktivitäten als auch Hilfestellungen zur Bewältigung des Lebensalltags in der Kinderkrippe bieten den Kindern die Möglichkeit, sich kennenzulernen, Freundschaften aufzubauen und ihre kleine Welt kindgerecht zu entdecken und zu verstehen.
Vielen Kindern wird somit ermöglicht, sich ohne die Eltern zu bewegen und damit gleichzeitig wichtige Erfahrungen auf dem Weg in die erste kindliche Selbstständigkeit zu sammeln.

Eingewöhnung nach dem Berliner Modell

1. Grundphase

Die Bezugsperson kommt mit dem Kind zusammen in unsere Krippeneinrichtung "Pusteblume" und verbringen dort gemeinsam ca. 1-2 Stunden in der jeweiligen Gruppe. Danach gehen sie gemeinsam wieder nach Hause.

Am ersten Tag findet kein Trennungsversuch statt.

 2. Erster Trennungsversuch

Einige Minuten nach der Ankunft im Gruppenraum verabschiedet sich die Bezugsperson vom Kind, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe.

Das pädagogische Fachpersonal entscheiden dann gemeinsam mit der Bezugsperson über die Dauer der dritten Eingewöhnungsphase.

3. Stabilisierungsphase

kurze Eingewöhnungszeit

(ca. 6. Tage)

Die Zeiträume ohne die Bezugsperson in der Gruppe werden vergrößert. Die Bezugsperson befindet sich in unserer Einrichtung.

 3. Stabilisierungsphase

längere Eingewöhnungszeit (ca. 2-3 Wochen)

Erst ab den 4.-5. Tag findet ein neuer Trennungsversuch statt. Erst wenn sich das Kind von dem pädagogischen Fachpersonal trösten lässt, werden die Zeiträume ohne die Bezugsperson vergrößert. Die Bezugsperson bleibt weiterhin in der unserer Einrichtung. 

  4. Schlussphase

Die Bezugsperson befindet sich nicht mehr in unserer Krippeneinrichtung, ist jedoch jederzeit erreichbar, falls die Tragfähigkeit der neuen Beziehung zum pädaogischen Fachpersonals noch nicht ausreicht, um das Kind in besonderen Fällen aufzufangen.